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Vorsorge·5 Min. Lesezeit·

Patientenverfügung – verbindliche Selbstbestimmung in der Medizin

Eine konkret formulierte Patientenverfügung nach § 1827 BGB ist für Ärztinnen, Ärzte und gesetzliche Vertretung verbindlich – wenn die beschriebene Situation eintritt.

Mit der Patientenverfügung legen einwilligungsfähige Erwachsene im Voraus fest, ob sie in bestimmte Untersuchungen, Heilbehandlungen oder ärztliche Eingriffe einwilligen oder diese ablehnen, falls sie später nicht mehr entscheiden können.

Voraussetzungen der Verbindlichkeit

  • Schriftform und eigenhändige Unterschrift.
  • Konkrete Beschreibung der medizinischen Situationen und der gewünschten oder abgelehnten Maßnahmen – pauschale Formulierungen genügen nach BGH-Rechtsprechung nicht.
  • Aktualität und Bezug zur konkreten Lebenssituation; regelmäßige Überprüfung wird empfohlen.

Zusammenspiel mit Betreuung und Vollmacht

Liegt eine wirksame Patientenverfügung vor, hat der Betreuer oder Bevollmächtigte ihr Ausdruck und Geltung zu verschaffen (§ 1827 Abs. 1 S. 2 BGB). Eine Patientenverfügung ersetzt keine Vollmacht – sie ergänzt sie.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. Stand: 18.2.2026.
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